Willkommen zu den Göttinger Figurentheatertagen
Vom 11. – 26. Februar erlebt Göttingen die 27. Göttinger Figurentheatertage. Auch in diesem Jahr erwartet das Publikum wieder eine große Auswahl an renommierten Bühnen aus dem ganzen Bundesgebiet.
Das Spektrum der Aufführungen reicht dabei vom Finger- und Handpuppentheater über Stabpuppen- und Marionettenaufführungen bis hin zu Schatten-, Masken- und Musiktheater, sowie Schauspiel und spiegelt die große Bandbreite des Figuren- und Objekttheaters wieder.
Auch thematisch zeigt sich das Festival vielseitig. Von leichten Operetten, wie „Im Weißen Rössl“, über den derben Witz eines Volkstheaters beim „Fränkischen Jedermann“, bis hin zu bewegenden und geradezu beklemmenden Inszenierungen wie „Anne Frank – verstecktes Leben“ und „Der Garten der Lüste“ als Abschluss im Deutschen Theater.
Auf einige Besonderheiten im diesjährigen Festival sei hingewiesen.
Am Eröffnungstag (11.2.2012) wird es wieder einen Umzug vom Neuen Rathaus zum Alten Rathaus geben. Angeführt wird die „Karawane der Tiere“ dieses Jahr vom „Weißen Hirschen“, eine Walk-Act-Figur vom Theater der Nacht. Musikalisch begleitet von den „Schrägen Vögeln“ mit Duddelsack und Pauken. Alle Kindergärten und Grundschulen von Stadt und Landkreis sind aufgerufen für diesen Umzug Masken zu basteln und zusammen mit der ganzen Familie an der Karawane teilzunehmen.
Ziel der Karawane ist das Alte Rathaus. Im historischen Saal erwarten dort vier Stationen „Theater für Einzelgänger“ ihr Publikum. Beim „Theater für Einzelgänger“ sitzen sich je ein/e Spieler/in und ein/e Zuschauer/in gegenüber. In einem kleinen Bühnenkasten wird mit Figuren eine 2-3 minütige Szene gespielt. Die Zuschauer/innen können Text und Musik über Kopfhörer verfolgen. Der Eintritt ist frei.
Am Abend geht es dann weiter mit dem österreichischen Abend im Alten Rathaus. Geboten werden: „Im Weißen Rössl“ als Marionettenspiel mit 10 singenden Marionetten, Wein und eine herzhafte Brotzeit.
Mit einer Kinderinszenierung möchten die Figurentheatertage einen Beitrag zum Thema Integration leisten. Die Geschichte “Der kleine Tiger braucht ein Fahrrad“, bzw. „Kleiner Tiger`e bisiklet lazim“ erzählt in einer deutsch-türkischen Version wie Kleiner Tiger und sein bester Freund der Bär mit dem Fahrrad sicher durch den Verkehr kommen. Diese Veranstaltung ist eine Kooperation mit dem Büro für Integration der Stadt Göttingen.
Auch das Thema Tod und Sterben wird in diesem Jahr für Kinder aufgearbeitet angeboten. Mit dem Stück „Adieu, Herr Muffin“ werden die Kinder in spielerischer Weise an das mitunter schwere Thema herangeführt und erfahren, das zum Leben auch ganz natürlich das Sterben dazugehört. Unterstützt und begleitet wird diese Veranstaltung vom Göttinger Hospiz an der Lutter.
Im diesjährigen Festival finden sich sechs Inszenierungen mit Livemusik. Bei den Kindern sind es vier Inszenierungen: Die musikalische Begleitung beim „Hobbit“ verleit der Inszenierung die nötige atmosphärische Wirkung und lässt sie zu einem gelungenen Gegenstück zum Fantasy-Film werden. „Ravel – eine Ozeanreise“ wird gar von einem Streichquartett unterstützt. Es verbindet freches Figurenspiel zu poetischen Bildern und entführt das Publikum in die Epoche des Impressionismus. „Eine Reise in die Urzeit“ wird mit alten Instrumenten begleitet, die auf die frühe künstlerische Ausdrucksform unserer Ahnen verweisen. Und im „Karneval der Tiere“ kommen Kompositionen von Camiile Saint-Saens zu Gehör.
Für die Erwachsenen gibt es ein musikalisches Zusatzprogramm bei der Abendvorstellung des „Rotkäppchens“ und die Inszenierung „Anne Frank –verstecktes Leben“ wird durch die musikalische Begleitung zu einer ganz besonderen Theaterperformance.
Auch wieder mit dabei: Die Inszenierung „Ein Märchen“ von Studierenden der Ernst Busch Hochschule Berlin, die auf die Ausbildung für Puppenspiel hinweist.
Der Fachdienst Kultur wünscht allen Kleinen und Großen Fans des Figurentheaters 16 wunderbare Festivaltage mit unvergessenen Erlebnissen.

